Das
Gelsenkirchener Unternehmen Hese Biogas GmbH (ehemals Hese Umwelt) hat sich auf die Verwertung
von Abfallstoffen aller Art spezialisiert. Mit der IMK-Anlage (Integrierte
Methanisierung und Kompostierung) in Herten kann es seit 1998 zeigen,
wie aus festen organischen Abfällen kostengünstig elektrischer
Strom erzeugt werden kann. Verwertet werden Bioabfälle aus Haushalten,
Klärschlamm und Fettabscheiderückstände.
In der ersten Stufe, dem aeroben Reaktor, wird den Abfällen Wasser und Luft zugeführt. Nach einigen Zwischenstufen gelangen die festen Bestandteile als Frischkompost in die Nachrotte und können danach als hygienischer und geruchsneutraler Dünger hoher Qualität wieder verwendet werden. Das abgepresste, organisch hoch angereicherte Wasser gelangt in die zweite Stufe, dem anaeroben Reaktor. Hier sorgen Bakterien für den Umbau der organischen Bestandteile in das methanhaltige Biogas.
Das zweistufige Verfahren
In
der Hertener Anlage können jährlich 18.000 Tonnen Bioabfälle
zu 5.000 Tonnen Kompost verarbeitet werden. Im nachgeschalteten Blockheizkraftwerk
werden 3,3 Millionen Kilowattstunden elektrischer Strom und 5,5 Millionen
Kilowattstunden Wärme produziert. Die Abwärme beheizt eine benachbarte
Großgärtnerei.
Das IMK-Verfahren ist auch für kleinere Anwender wie Hotels oder Touristikzentren geeignet und wird inzwischen weltweit vermarktet.