Eine systematische Erfassung und Bewertung aller verfügbaren Biomassen
auf regionaler Ebene sowie die gezielte Umsetzung aller sinnvoll nutzbaren
Potenziale in regionalen Netzwerken und Strukturen ist - im Sinne einer
Verschneidung von land-, forst- und abfallwirtschaftlichen Wirkungsbereichen
- bisher nur in Ansätzen darstellbar. Aus diesem Grund werden viele
mögliche Synergiepotenziale nur unzureichend genutzt, was aus ökonomischer
und ökologischer Sicht zu nicht optimalen Voraussetzungen hinsichtlich
der nachhaltigen Mobilisierung von Biomassen im Sinne der Bundesregierung
führt.
Im Rahmen des BMU-ZIP-Projektes "Stoffstromanalyse zur nachhaltigen energetischen Nutzung von Biomasse" wurden auf Basis eines nationalen Betrachtungsansatzes Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen energetischen Biomassenutzung im Sinne einer Politikberatung entwickelt. In diesem Zusammenhang erfolgte - losgelöst von spezifischen, standortorientierten Rahmenbedingungen - der Aufbau einer Technologiedatenbasis und eines EDV-gestützten Beratungsinstruments für das BMU sowie Vertreter nachgeordneter Behörden.
Auf Basis dieser Grundlage wird die Identifikation von Stoffströmen, Umweltwirkungen und Kosten- sowie Beschäftigungseffekten einer Biomassebereitstellung und -nutzung im nationalen Kontext ermöglicht und dient gleichzeitig als Basis für nationale Szenarien zur Biomassenutzung.
Die entwickelten Handlungsempfehlungen sind nun in einem regionalen Kontext zur Anwendung zu bringen und hinsichtlich ihrer "Regionalisierbarkeit" zu bewerten und gegebenenfalls anzupassen. In diesem Kontext können folgende Untersuchungsschwerpunkte auf Grundlage der später genannten Modellregionen dargestellt werden:

Hinsichtlich der Festlegung der zu untersuchenden Regionen ist im Hinblick auf die Gewährleistung von Übertragbarkeiten, Wert auf die Schaffung eines annähernd repräsentativen Querschnitts bezüglich der Biomasse - Thematik in Deutschland zu legen. Als vorläufige Festlegung wurden folgende Regionen als Untersuchungsgegenstand ausgewiesen.
- Region 1: Naturpark Saar-Hunsrück (Saarland, Rheinland-Pfalz)
- Region 2: Südlicher Oberrhein (Baden-Württemberg)
- Region 3: Emscher-Lippe Region (Nordrhein-Westfalen)
- Region 4: Nordost-Vorpommern (Mecklenburg-Vorpommern)
- Region 5: Mittelsachsen (Sachsen)
Forschungspartner:
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.


