Kristallisationspunkt des Projektes ist die Wasserstoffpipeline (Betreiber Air Liquide), die in nord-südlicher Richtung das Stadtgebiet quert und dabei potenzielle Wasserstoffnutzer (u. a. Wohnsiedlungen) tangiert. Mit dieser vorhandenen Infrastruktur nimmt die Stadt Bottrop eine Sonderstellung ein, die als Standortvorteil den Einsatz reiner Wasserstofftechnik ohne den Umweg über andere Energieträger erlaubt.
Vor diesem Hintergrund ist es Ziel, die Modernisierung und energetische Optimierung der in den fünfziger Jahren errichteten Siedlung Welheimer Mark mit der Wasserstofftechnologie als Wärme- und Stromlieferant zu kombinieren. Dabei soll die Wärme- und Stromversorgung durch ein zentrales wasserstoffbetriebenes Blockheizkraftwerk mit Brennstoffzellentechnik unterstützt werden. Die dabei erzeugte Wärme wird in das STEAG-Netz einspeist, während die Stromeinspeisung in das ELE-Netz erfolgt.
Mit der Umsetzung des Projektes soll die Anwendung der Wasserstofftechnologie im Zusammenhang mit der energetischen Wohnhausoptimierung demonstriert und die Alltagstauglichkeit dieser Technologie aufgezeigt werden. Das Vorhaben soll als Grundlage für weitere Entwicklungen auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie bis hin zu einem Verbund von Wasserstoffinfrastruktur und Wasserstoffnutzern umgesetzt werden.
Der Entwurf eines technischen Anforderungsprofils der EUS GmbH, Holzwickede, zur Realisierung des Projektes liegt vor. Das Land NRW klassifiziert das Vorhaben als Leitprojekt. Die Kosten werden auf 2,25 Mio. Euro geschätzt. 50% der Kosten werden durch Fördermittel des Landes NRW gedeckt.
Ansprechpartner:
Stadt Bottrop
Dezernat IV
Umweltamt (68)
Verwaltungsgebäude Ernst-Wilczok-Platz 2
46215 Bottrop
Tel.: 02041/70-3735
E-Mail: umweltplanung@bottrop.de
www.bottrop.de